Coronavirus SARS-CoV-2 PCR in Ihrem LADR Labor

Zum Erregernachweis des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 (bisher auch 2019-nCoV genannt), welches beim Ausbruchsgeschehen viraler Pneumonien in Wuhan, China, 2019/2020 entdeckt wurde, stellt Ihnen der LADR Laborverbund durch die LADR Labore in Geesthacht, Hennigsdorf, Neuruppin, Recklinghausen und Schüttorf eine neue RT-PCR zur Verfügung.

WICHTIGE INFORMATION vom 17. März 2020: Die Dynamik der SARS-CoV-2 Testanforderung hat im Rahmen der weltweiten Pandemie weiter zugenommen. Die Auslastung ist trotz Erhöhung der Geräteanzahl und maximalem Mitarbeitereinsatz in vielen Laboratorien überschritten. Die Lieferketten in der Industrie sind angespannt. Damit können verlängerte Befundlaufzeiten für diese Analytik entstehen. Wir stellen Ihnen unmittelbar nach Fertigstellung die Befunde zur Verfügung.

Offizielle Informationen des RKI zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2
Hinweise zum ambulanten Management von COVID-19-Verdachtsfällen
Falldefinition
Risikogebiete
Flussschema zur Verdachtsabklärung
Hygiene­maßnahmen 
Hinweis zur Testung
Umgang mit Probenmaterial
Bundesministerium für Gesundheit | Wichtige Informationen zum Coronavirus
Tipps für Ihre Patientinnen und Patienten zur Händehygiene 
Zur Anforderung bitte einen Muster 10 Schein verwenden.

Geeignetes Probenmaterial für die neue Coronavirus SARS-CoV-2 PCR

Wichtiger Hinweis für die SARS-CoV-2 Testanforderung im LADR Zentrallabor Dr. Kramer & Kollegen in Geesthacht vom 17. März 2020:

  1. ein (!) trockener Tupfer ist ausreichend, dieser kann als nasopharyngealer (und anschließender oropharyngealer) Abstrich verwendet werden.
  2. Bei Corona- und Influenza-Anforderung sind zwei (!) trockene Tupfer abzunehmen und mit zwei getrennten Auftragsformularen/-nummern ins Labor einzusenden.
  3. Die spätere Nachforderung einer Influenza-Testung aus Corona SARS-CoV-Material ist wegen reduzierter Sensitivität nicht möglich.

Für die PCR-Untersuchung können Sie alle vom RKI empfohlenen Materialien der oberen und tiefen Atemwege an Ihr LADR Labor vor Ort senden: Nasopharynx-Spülungen bzw. -Aspirate, Sputum, Bronchial- und Trachealsekrete, BALs und tiefe Nasen-Rachen-Abstriche. Den nasopharyngealen Abnahmevorgang können Sie unten der Abbildung entnehmen.

Für eine PCR von Abstrichen muss ein „trockener" Tupfer ohne festes Transportmedium (Agar/„Gel“) verwendet werden, wie dieses z. B. auch für die Influenza- oder Pertussis-PCR empfohlen wird (Best.-Nr. 203229).

Die Proben von Verdachtsfällen sind in CITO Probenbeutel einzupacken und mit "Coronavirus" zu kennzeichnen, um die zügige Bearbeitung der Proben zu sichern. Wie bei den Proben zur Untersuchung auf Influenza erfolgt der Versand als "Biologischer Stoff, Kategorie B" der UN-Nr. 3373. Unser Partner Intermed erfüllt alle Anforderungen für den Versand.

Nasopharyngealen Abnahmevorgang

Erste serologische Teste zum Antikörpernachweis sind beschrieben. Der folgenden Abbildung können Sie entnehmen, dass diese aber keinesfalls für die Akutdiagnostik der Erkrankung geeignet sind.

Weitere Informationen über den IgA/IgG-Antikörper-Test z.B. zum Einsatz bei der Fragestellung der „Durchseuchung“ erfahren Sie hier

Coronavirus SARS-CoV-2 Meldepflicht

Bereits der begründete Verdachtsfall auf eine Coronavirus SARS-CoV-2 Infektion ist durch den behandelnden Arzt meldepflichtig!
Siehe Verordnung über die Ausdehnung der gesetzlichen Meldepflicht auf Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2.

Verordnung über die Ausdehnung der Meldepflicht nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes

Abrechnung EBM und GOÄ

Im kassenärztlichen Bereich kann die PCR mit der neuen EBM-Ziffer 32816 (59,00 €) reguläre mit einer Überweisung auf einem Muster 10 bis zu zweimal pro Behandlungstag (obere und tiefe Atemwege) für die vom RKI definierten Risikogruppen erbracht werden. Als meldepflichtige Erkrankung ist der Behandlungsfall mit der EBM Kennnummer 32006 zu kennzeichnen, bleibt damit jedoch auch bei der Ermittlung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt.

Im GOÄ erfolgt die Abrechnung als RT-PCR über die GOPen 4780, 4782, 4783, 4785 (147,46 €).