hCG-Test (Leydigzell-Funktionstest)

(Humanes-Choriongonadotropin-Test)

Indikation

Differenzialdiagnostik primärer und sekundärer Hypogonadismus, Anorchie und Kryptorchismus

Testprinzip

Überprüfung der Stimulierbarkeit der Leydigzellfunktion (Testosteronproduktion) durch LH-Aktivität des beta-hCG (humanes Choriongonadotropin)

Hinweise und Durchführung

  • Messparameter [Material]: Testosteron [Serum]

Testdurchfürung

  1. Blutentnahme basal zwischen 8–10 Uhr (0 min)
  2. Applikation von 5 000 IU hCG i. m. (bei Kindern pro m² Körperoberfläche, aber max. 5 000 IU)
  3. Blutentnahmen nach 48 und 72 h zwischen 8–10 Uhr

Bewertung

  • Unauffälliger Befund: Ein Anstieg des Testosterons auf das 1,5- bis 2,5-Fache des Basalwertes (Männer bis 60 Jahre) zeigt eine normale endokrine Hodenfunktion an. Bei präpubertären Jungen findet sich ein Anstieg auf > 4 nmol/l (> 1 150 ng/l) bei normaler Funktion.
  • Höhere Werte: sekundärer Hypogonadismus.
  • Niedrigere Werte: primärer Hypogondismus, Kryptorchismus (primär schon vorhandene Testosteronkonzentration).
  • Fehlender Anstieg: Anorchie.
  • Bei Injektion ins Fettgewebe (lokale Speicherung) und bei zu hoher Dosierung sind falsch negative Ergebnisse möglich.