Warum sollte man freies Vitamin D messen?

„Vitamin D-Mangel ist in Deutschland weit verbreitet. Zunehmend wird diskutiert, wie groß der Vitamin D-Bedarf des Menschen ist und ob bestehende Empfehlungen im Hinblick auf neue Forschungsergebnisse noch angemessen sind.

Das Vitamin D ist kein Vitamin im eigentlichen Sinne, sondern ein Hormon. Analog zum Steroidhormonen gilt auch für Vitamin D die sogenannte »freie Hormon«-Hypothese. Nur freies, nicht gebundenes Vitamin D ist biologisch aktiv, während das an Transportpeptide gebundene Vitamin D als inaktives Reservoir zur Verfügung steht. Bis zu 90 % des Vitamin D wird vom Vitamin D-bindenden Protein (VDBP) gebunden und transportiert, ca. 10 % sind an Albumin gebunden und weniger als 1 % des Vitamin D ist frei verfügbar.

Aktuelle Studien zeigen, dass ein erniedrigter Vitamin D Spiegel (totale Vitamin D = VDBP gebundenen es Vitamin D, Albumin gebundenes Vitamin D und freies Vitamin D) wie er heutzutage bestimmt wird nicht zwingend eine funktionelle Vitamin-D-Unterversorgung anzeigt. Auch das Gegenteil kann der Fall sein – man kann unter bestimmten Bedingungen bei normalem totalem Vitamin D ein Mangel an freien biologisch aktiven Vitamin D haben.
Im Vortrag wird erläutert unter welchen klinischen Bedingungen es besonders wichtig ist freies Vitamin D zur Abschätzung des Vitamin D Status zu bestimmen."

       
Termin: 
15.01.2020
Zeit: 
15.00 - 16.30
 Uhr
Anmeldeschluss: 
08.01.2020
CME-Punkte: 
2
Kosten: 

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Referent/en: 

Prof. Dr. med. Berthold Hocher
Facharzt für Innere Medizin
Schwerpunktbezeichnung Nephrologie

LADR Laborzentrum Neuruppin, Zur Mesche 20, 16816 Neuruppin

Veranstaltungsort: 

Hotel und Restaurant "Am Alten Rhin"
Friedrich-Engels-Str. 12
16827 Alt Ruppin

Anfahrt

Veranstalter: 

Mit freundlicher Unterstützung von: 
ISG Intermed Service GmbH & Co. KG