Rationale orale Antibiotikatherapie in der Praxis: Das neue „I“ nach EUCAST

Häufig kann bei akuten Infektionen im ambulanten Versorgungsbereich auf eine individuelle mikrobiologische Diagnostik verzichtet werden. Bei nicht akut lebensbedrohlichen Erkrankungen erfolgt die Verordnung eines Antibiotikums empirisch.
Diese kalkulierte Antibiotikatherapie erfordert aber neben klinischer Erfahrung grundlegende Kenntnisse über die Epidemiologie der häufigen Infektionskrankheiten (welches Erregerspektrum mit welcher Verteilungshäufigkeit) und über die aktuell vorliegende Resistenzlage bei diesen Krankheitserregern.
Bei Versagen der kalkulierten Initialtherapie, bei rezidivierenden/chronischen Infektionen oder bei schwer verlaufenden Erkrankungen ist eine mikrobiologische Diagnostik mit Erstellung eines Antibiogramms des kausalen Erregers unerlässlich.
Die Einführung einer neuen Norm für die Resistenzbestimmung nach EUCAST und NAK ermöglicht verbesserte und erregerspezifische Angaben zur therapeutischen Einsetzbarkeit von Antibiotika.
Die Neudefinition der Kategorie „I“ als „sensibel bei erhöhter Exposition“ erfordert eine völlig andere Interpretation des Antibiogramms: Durch geeignete Strategien (Hochdosis-Therapie, optimierte Darreichungsform, Anreicherung spezifischer Wirkstoffe am Ort der Infektion) kann ein optimaler Therapieerfolg bei gleichzeitig vermindertem Risiko der Resistenzentwicklung erreicht werden.

       
Termin: 
22.01.2020
Zeit: 
15.00 - 16.30  Uhr
Anmeldeschluss: 
15.01.2020
CME-Punkte: 
2
Kosten: 

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Referent/en: 
PD Dr. med. Wolf Splettstößer
Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
LADR Laborzentrum Braunschweig
Alte Salzdahlumer Straße 203
38124 Braunschweig
Veranstaltungsort: 

LADR Laborzentrum Braunschweig
Alte Salzdahlumer Str. 203
38124 Braunschweig

Anfahrt

Veranstalter: 

Mit freundlicher Unterstützung von: 
ISG Intermed Service GmbH & Co. KG