PCR – Möglichkeiten und Grenzen der molekularen Infektionsdiagnostik in Praxis und Klinik

Molekularbiologische Methoden haben in den letzten Jahren die Entwicklung der Medizin maßgeblich vorangetrieben. Längst ist die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zur Routinemethode in der Diagnostik von Infektionskrankheiten geworden.
Beispielhaft ist die Bestimmung der Viruskonzentration mittels quantitativer PCR bei HIV-, HCV- und HBV-Infektionen zur Therapiesteuerung zu nennen. Neben Viren kann aber auch nach z. B. schwer kultivierbaren Bakterien oder Pilzen mittels PCR Verfahren gefahndet werden wie auch nach ein- und mehrzelligen Parasiten.
Im Praxisalltag bleiben Fragen, ob im Einzelfall besser eine PCR als der Antikörpernachweis versucht werden sollte, und wenn ja, aus welchem Material? Dabei sind Nachweisgrenzen aufgrund der Methode, des Untersuchungsmaterials und der Mikroorganismen zu berücksichtigen. Schließlich bleiben Fragen zu Kosten und Erstattung zu klären.
In diesem Seminar werden Begriffe wie Multiplex- und real time-PCR entzaubert, Hilfen bei der Infektionsdiagnostik im Praxisalltag aufgezeigt wie auch Beschränkungen des EBM und die unveränderte Berechtigung von serologischen Verfahren.
Am Ende sollen die Teilnehmer auch den vom Internet molekularbiologisch-geschulten Patienten und/oder dessen Eltern fachliche Hilfe anbieten können.
Entsprechend sind Fragen und/oder Fälle zur PCR-Erregerdiagnostik für die Diskussion sehr willkommen.

       
Termin: 
30.09.2020
Zeit: 
15.00 - 16.30  Uhr
Anmeldeschluss: 
23.09.2020
CME-Punkte: 
2
Kosten: 

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Referent/en: 

Prof. Dr. med. Ralf Bialek
Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und
Infektionsepidemiologie, Tropenmedizin
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Infektiologie
Leiter der molekularen Erregerdiagnostik
LADR MVZ Dr. Kramer & Kollegen, Geesthacht

Veranstaltungsort: 

Hotel-Restaurant-Lange
Zum Schöpfwerk 1-3
26789 Leer

Anfahrt

Veranstalter: 

Mit freundlicher Unterstützung von: 
ISG Intermed Service GmbH & Co. KG