Neuigkeiten, Hintergründe, Impressionen

Informationen zum Tag des offenen Labors am 01.06.2013

Nach einer Bauzeit von nur 18 Monaten ist im September 2012 der Erweiterungstrakt unseres Labors in Betrieb gegangen. Am Sonnabend, 1. Juni 2013 waren ärztliche Kollegen, Praxisteams und die Einwohner von Geesthacht zum Tag des offenen Labors eingeladen. Rund
1.300 Besucher haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennengelernt und Labormedizin hautnah erlebt.

Was schreibt die Presse

Geesthachter Anzeiger vom 04.06.2013 (1,3 MB)

Online-Pressebericht der Lauenburgischen Landeszeitung

LL vom 03.06.2013 Artikel Titelseite als PDF (0,5 MB)

LL vom 03.06.2013 Artikel Seite 17 als PDF (1.7 MB)

Impressionen

Fotos vom Tag des offenen Labors

Aus dem Programm:

Sonderführungen

  • Molekulargenetik und Vaterschaftsgutachten
  • Lebensmittelanalytik: Wir prüfen was Sie essen
  • Toxikologie: drugs and driving

Vorträge

  • Labormedizin in Geesthacht - Historie und Entwicklung; PD Dr. med. Jan Kramer
  • Lebensmittelanalytik; Dr. rer. nat. Burkhard Schütze
  • Drogenanalytik; Dr. rer. hum. biol. Lars Wilhelm
  • Reisemedizin; Dr. med. Alexander Zitzer
  • Wasser- und Umweltanalytik; Dr. rer. nat. Sven Dageförde

Für die Umwelt unterwegs
Wir untersuchen auch Trinkwasser, Bade- und Duschanlagen für Versorger sowie für Privathaushalte. Besichtigen Sie unsere speziell ausgestatteten Fahrzeuge und lernen Sie unsere Probenehmer kennen.

Außerdem 

  • Posterausstellung 
  • Information und Produktangebot unseres Kooperationspartners ISG Intermed Service GmbH & Co. KG 

Der LADR Erweiterungsbau in Geesthacht

Presseerklärung zum Neubau

 Zeitungsartikel vom 08.07.2012

Presseerklärung zum Erweiterungsbau des Labors MVZ Dr. Kramer & Kollegen

Nach dem Krieg vor über 66 Jahren wurde das medizinische Labor am heutigen Traditionsstandort in der Lauenburger Str. 67 in Geesthacht durch Dr. Siegfried Kramer gegründet. In der einen Etage des Hauses wohnte die Familie des Laborgründers, in der anderen Etage wurden medizinische Untersuchungen an Blut-, Urin- und Stuhlproben durchgeführt. Schritt für Schritt wurde die Leistungsfähigkeit des Labors ausgebaut und auch angrenzende Häuser wurden als Laborfläche gewonnen. Durch die erfolgreiche und bewährte Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern in der Region sowie eine hohe Qualität bei der Durchführung von zum Teil hochspezialisierten Laboranalysen spielt schließlich heute das Labor Dr. Kramer & Kollegen eine wichtige Rolle in der labormedizinischen Versorgung in Norddeutschland. Darüber hinaus ist das Geesthachter Labor das Zentrallabor in einem deutschlandweit tätigen Laborverbund mit dem Namen LADR.

LADR steht für „Laborärztliche Arbeitsgemeinschaft für Diagnostik und Rationalisierung“. Diese enge Vernetzung von über 100 Ärztinnen und Ärzten, Naturwissenschaftlern und Experten verschiedener medizinischer
Fachgebiete führt zu einer regionalen medizinischen Versorgung mit der Erbringung medizinisch unmittelbar notwendiger Laboranalysen vor Ort. Die überregionale Zusammenarbeit im Verbund ermöglicht zudem, dass auch sehr spezielle Analysen zeitnah unter der Beachtung der Wirtschaftlichkeit im Zentrallabor in Geesthacht erbracht werden können. In den Jahren 2010 und 2011 entstanden so jeweils über 2,5 Millionen medizinische Befunde. Die Bedeutung für die einzelnen Patientinnen und Patienten, die jeweils hinter den einzelnen Befunden stehen,ist immens. So werden heute fast 70% aller Diagnosen mit Hilfe der Labormedizin gestellt.

Die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im akkreditierten Labor Dr. Kramer & Kollegen arbeiten dabei auf höchstem fachlichem Niveau. Die ständige Weiterentwicklung der labormedizinischen Methoden und Techniken ist im Geesthachter Labor auch im Rahmen wissenschaftlicher Kooperationen mit Universitäten und den Herstellerfirmen von Laborgeräten ein fester Bestandteil der Tätigkeit.

Durch die Globalisierung sind heute viele medizinische Laboratorien in Deutschland von Finanzinvestoren und strategisch operierenden ausländischen Laborketten übernommen worden. Die Arbeitsgemeinschaft LADR mit der Zentrale in Geesthacht wird hingegen auch in der heutigen Zeit von der Familie Dr. Kramer ärztlich geführt. Dr. Detlef Kramer und PD Dr. Jan Kramer arbeiten heute als 2. und 3. Generation des Laborgründers erfolgreich zusammen. Beide halten die verstärkte Globalisierung des Gesundheits- und Labormarktes nicht für den richtigen Weg. Daher wollen Sie sich auch weiterhin persönlich für eine regionale Labormedizin im Interesse ihrer Einsender und der Patienten einsetzen.

So entschlossen sich die beiden Fachärzte für Laboratoriumsmedizin im Jahr 2009 ein Erweiterungsgebäude des bestehenden Labors am Standort in Geesthacht zu errichten, um auch in der Zukunft den
höchsten Anforderungen der Labormedizin mit einem regionalen Schwerpunkt gerecht werden zu können. Das Zukunftsweisende Konzept des mittelständischen Laborverbundes überzeugte auch die Bank Nord LB, so dass eine Finanzierung des Bauvorhabens gesichert werden konnte. Der Baubeginn fiel in den Dezember 2010. Mit insgesamt 7.500 Stunden der Planung wurde an der Flexibilität und Funktionalität des Gebäudes gefeilt. Glücklicherweise musste der Bauherr diese Leistung nicht allein erbringen, denn ein Planer hätte für diese Arbeit allein 4 Jahre benötigt. Tatkräftige Unterstützung wurde während der gesamten Planungs- und Bauzeit durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ortsansässigen Generalunternehmers Harms und Köster erbracht. So kann nach einer Bauzeit von nur 18 Monaten das fertige Gebäude nun termingerecht vom Architekten Ralf Spitzke und dem Bauleiter Mathias Diederich, beide Mitarbeiter von Harms und Köster, in Kürze an die Bauherren übergeben werden. Für den Bau wurden 3.500 m3 Beton und 650 t Baustahl benötigt. 40 Kilometer Elektroleitung wurden verlegt und 12 km EDV-Leitungen sorgen für eine optimale Vernetzung.

Es entstand ein drei geschossiger Erweiterungsbau des bestehenden medizinischen Zentrallabors Dr. Kramer & Kollegen. Eine direkte Verbindung des Neubaus zum Bestandsgebäude wurde über einen Glasübergang sowie durch 2 Tunnel hergestellt. Auch wenn insgesamt 18.500 m3 umbauter Raum (=ca. 30 Einfamilienhäuser) und eine Nutzfläche von 4.600 m2 entstanden sind, so ist der Charakter der Wohnstraße mit dem Bild von Einfamilienhäusern erhalten geblieben. Dies freut die beiden Inhaber Dres. Kramer, die beide in den heutigen Laborhäusern ihre Kindheit und Jugend verbracht haben.

Die neuen Laborräume verbinden in der Zukunft eine moderne Laborautomation und schnelle, taggleiche Analytik im Neubau mit den hochspezialisierten Fachabteilungen der Spezialanalytik im bestehenden Gebäude des Labors in einem weiterhin familiär anmutenden Umfeld. Hierbei entstehen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt verbesserte Arbeitsbedingungen auch durch kürzere Laufwege. Die Arbeitsabläufe können im Interesse der diagnostischen Prozesse optimiert werden. Durch freiwerdende Fläche im Bestandsgebäude werden zudem dringend benötigte Freiräume für weitere neue Entwicklungen entstehen. Eine Tiefgarage und ausreichend neue Parkflächen wurden zudem erstellt und erleichtern somit in Kürze auch die Parksituation in der Umgebung.

Um bei der Kälte- und Heiztechnik des Laborgebäudes eine größtmögliche Effizienz zu erreichen, wird die anfallende Energie wiederverwendet. Dies wird durch Wärmerückgewinnungsanlagen sichergestellt. Durch ein Dreileiter-System ist es möglich auf die unterschiedlichen Kühl- und Heiz-Anforderungen in den Labor- und Büroräumen gleichzeitig einzugehen. Dies bedeutet, dass die gewonnene Wärmeenergie aus Räumen die gekühlt werden, in die Räume verlagert wird, in denen ein Wärmebedarf besteht. Aufgrund der hohen internen Lasten durch die Laborgeräte und Mitarbeiter in den Laborräumen besteht überwiegend ein Kühlbedarf. Die durch die Kühlung entstandene Abwärme kann in der Übergangszeit und im Winter genutzt werden, um die Büro- und Nebenräume mit Wärme zu versorgen. So kann durch die Anlage der Energieeinsatz weiter reduziert werden und die CO²-Emission verringert werden.

In den kommenden Wochen werden nun die modernsten Laborgeräte im neuen Gebäude parallel zum Routinebetrieb im Bestandsgebäude installiert. Während des gesamten Zeitraumes der Einrichtung der neuen Räumlichkeiten wird somit die labormedizinische Analytik ohne Einschränkungen allen Kunden und Einsendern des Labors sowie den Patienten zur Verfügung stehen. Der komplette Umzug in die neuen Räume soll dann im Herbst dieses Jahres komplett abgeschlossen sein.

Geesthacht im Juli 2012