Fachbereiche LADR GmbH MVZ Dr. Kramer & Kollegen, Geesthacht

Fachärztliche Labormedizin mit höchster Qualität

Allergiediagnostik

Anämiediagnostik

Arbeitsmedizin

Autoimmunserologie

Basislaboratorium

Eiweißelektrophorese

Endokrinologie

Gerinnung

Hämatologie

Hämoglobin und Erythrozyten

Hämostaseologie

HbA1

Hygiene

Infektionserkrankungen

Infektiöse ZNS-Symptomatik

Klinische Chemie

Liquordiagnostik

Medikamentenspiegel / TDM

Mikrobiologie

Molekularbiologische Infektionsdiagnostik

Molekulargenetik

Pathologie

Toxikologie / Drogenanalytik

Tumormarker

Allergiediagnostik

Allergenspezifische in vitro Laboruntersuchungen sind ein wesentlicher Bestandteil der allergologischen Diagnostik. Mittels CAP-Test (carrier polymer system) werden dabei die Konzentrationen des Gesamt-IgE und spezifischer IgE-Antikörper nachgewiesen.

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Anämiediagnostik

In der Differentialdiagnostik der Anämien werden traditionell die zellulären Parameter (Erythrozytenzahl und -indizes, Retikulozyten, Hämoglobin), die morphologischen Parameter (Mikrozytose, Makrozytose etc.) sowie die biochemischen Parameter des Eisenstoffwechsels (Transferrinsättigung und Ferritin im Serum) neben der Bestimmung der Vitamine (Vitamin B12, Folsäure) eingesetzt. Zusätzliche Parameter, die schneller auf Änderungen auch im Rahmen einer Eisensubstitutionstherapie reagieren, umfassen den Anteil hypochromer Erythrozyten und die Retikulozyten-Hämoglobinkonzentration. Daneben kann das Verhältnis des löslichen Transferrinrezeptors (sTfR) zum Ferritin zur Abschätzung eines Eisenmangelzustands verwendet werden.

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Arbeitsmedizin

Unsere Abteilung Arbeits- und Umweltmedizin versorgt ca. 700 arbeits- und betriebsmedizinische Einrichtungen bzw. Ärzte auf hohem analytischem Niveau. Wir nehmen regelmäßig an den Ringversuchen der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin DGAUM teil und sind nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditiert (Zertifikate siehe Qualität). Alle arbeits- und betriebsmedizinisch relevanten Analyten aus den Bereichen klinische Chemie, Hämatologie, Infektionsserologie, Mikrobiologie und Toxikologie sind nach DIN EN ISO 15189 akkreditiert.

Zur einfachen Anforderung von arbei​ts- und betriebsmedizinisch relevanten Laborleistungen stellen wir Ihnen den für Ihre Praxis individualisierten Laboruntersuchungsauftrag "Arbeits- und Betriebsmedizin" zur Verfügung. Er zeigt das Spektrum der häufigsten Anforderungen, die im Rahmen der arbeitsmedizinischen Betreuung und/oder nach den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen

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Autoimmunserologie

In der autoimmunserologischen Diagnostik werden zahlreiche Analyten mittels Immunfluoreszenzmikroskopie nachgewiesen. Wie jedes mikroskopische Verfahren, setzt diese Technik - gerade wenn es um die Vergleichbarkeit von Ergebnissen geht - ein umfangreiches analytisches know how voraus. Wir sind daher sehr stolz, diese anspruchsvolle Analytik mit einem seit 8 Jahren eingespielten Team erfahrener medizinisch technischer Laboratoriumsassistentinnen durchzuführen.

Zur Verbesserung der diagno​stischen Beurteilung erbitten wir bei Abklärung von Autoimmunerkrankungen grundsätzlich die Angabe der klinischen Symptomatik und der aktuellen Medikation (Auto-Ak-Induktion durch Medikamente).

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Basislaboratorium

Die Basisdiagnostik in den Bereichen Hämatologie, Hämostaseologie und Klinische Chemie erfolgt überwiegend an Großgeräten, die einen hohen Probendurchsatz erlauben. Auf diese Weise können Messergebnisse noch am Tag des Probeneingangs im Labor per Fax oder DFÜ oder am nächsten Morgen mit dem Laborboten zurück in die Praxis übermittelt werden.

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Eiweißelektrophorese

Eine über viele Jahre etablierte Analytik besteht in der elektrophoretischen Auftrennung von Serumproteinen. Das Verteilungsmuster der einzelnen Fraktionen gibt eine erste orientierende Übersicht darüber, ob hier pathologische Veränderungen vorliegen. Obwohl Sensitivität und Spezifität bei weitem nicht das Niveau der Bestimmung der Einzelproteine für gezielte Fragestellungen erreichen, gehört diese Untersuchung in vielen Fällen zur Basisdiagnostik, nicht zuletzt, weil sie vergleichsweise kostengünstig zu erstellen ist. Die Auftrennung der Proteine erfolgt in einem elektrischen Feld, die entstehenden Fraktionen werden densitometrisch ausgewertet und in einer Verteilungskurve grafisch dargestellt. Der gesamte Prozess erfolgt vollautomatisch.

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Endokrinologie

Wir untersuchen alle klinisch relevanten Hormone der Hypophyse, der Schilddrüse, der Nebenniere, des Ovars, des Hodens, des Pankreas und des Knochenstoffwechsels und bieten die Analytik für eine Vielzahl von Funktionstests an. Unter Berücksichtigung der klinischen Angaben kommentieren wir die Analysen auf Wunsch ausführlich, wobei der Schwerpunkt auf der gynäkologischen Endokrinologie liegt.

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Gerinnung

Im physiologischen Zustand besteht ein Gleichgewicht prokoagulatorischer und antikoagulatorischer Faktoren. Gerinnung und Fibrinolyse sowie die jeweiligen Inhibitoren halten sich die Waage. Beide Prozesse sind kaskadenartig aufgebaut und greifen an vielen Stellen ineinander. Um das System im Gleichgewicht zu halten, führt jede Aktivierung des Gerinnungssytems auch zu einer Aktivierung der Fibrinolyse. Wird dieses Gleichgewicht gestört, kommt es zur Blutung bzw. zur Thrombose. Unter den hämorrhagischen Diathesen gehört das von Willebrand-Syndrom zu den häufigsten erblichen Erkrankungen. Viele Menschen befinden sich unbewusst täglich durch Immobilisierung (oder Bewegungsarmut), Lebensstil (Rauchen, Ernährung) oder Medikamenteneinnahme (Aspirin, orale Kontrazeptiva) in Zuständen, die auch das Gerinnungssystem beeinflussen.

Die Ursachen für Gerinnungsstörungen können sowohl erblich als auch erworben sein. Vielfach sind erbliche Komponenten als Grundlage vorhanden und führen erst dann zur klinischen Manifestation, wenn endogene oder exogene Auslöser hinzukommen (z.B. Hämorrhagie nach Bagatelltrauma, Thrombose bei Infektion). Pathogenetisch lassen sich die Störungen der Hämostase in vaskuläre, thrombozytäre und plasmatische Ursachen einteilen.

Ausgangspunkt der Gerinnungsdiagnostik muss in jedem Fall eine sorgfältig geführte Anamnese sein. Die primäre Labordiagnostik umfasst die Bestimmung der Thrombozytenzahl und Untersuchungen von Gerinnungsfaktoren im Plasma (Globalteste, Einzelfaktoren). Hereditäre Funktionsstörungen können sowohl auf eine verringerte Proteinkonzentration als auch die Synthese dysfunktioneller Proteine zurückzuführen sein. Bei der Bestimmung von Einzelfaktoren ist daher vielfach zwischen der Messung von Konzentration und Funktion zu unterscheiden.

Vasopathien sind der Labordiagnostik nur bedingt zugänglich. Untersuchungen der Thrombozytenfunktion stellen hohe Anforderungen an eine korrekte Präanalytik, die Durchführung von Thrombozytenfunktionstests bei V.a. Störungen der primären Hämostase bleibt daher wenigen Gerinnungsambulanzen vorbehalten.

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Hämatologie

Der Fokus unserer hämatologischen Abteilung liegt auf der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der Blut bildenden Organe, der zirkulierenden Zellen und des Immunsystems.

Zum "Kleinen Blutbild" gehören folgende Bestimmungen: Erythrozyten einschließlich der Indizes (MCV, MCH, MCHC), Hämoglobin, Hämatokrit, Leukozyten und Thrombozyten. Beim Differenzialblutbild (manchmal auch als "Großes Blutbild" bezeichnet) kommt ergänzend die Differenzierung der Leukozyten hinzu. Diese Differenzierung kann maschinell oder mikroskopisch erfolgen. Bei der automatischen Differenzierung werden die Leukozyten in neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten unterteilt. Das mikroskopische Blutbild erlaubt zusätzlich die Unterscheidung der neutrophilen Granulozyten in stab- und segmentkernige Zellen, darüber hinaus auch eine individuelle Beurteilung auffälliger Zelltypen, z.B. von Blasten. Sofern nicht anders angefordert, wird zunächst ein maschinelles Differenzialblutbild angefertigt.

In Abhängigkeit vom Untersuchungsergebnis wird entschieden, ob eine mikroskopische Nachdifferenzierung erforderlich ist. Die automatische Zellzählung ist besonders als Screeninguntersuchung geeignet, da hier eine sehr große Zellenzahl analysiert wird. Es fallen dadurch auch Zellen auf, die sich nur in sehr geringer Anzahl im Blut befinden. Bei der mikroskopischen Untersuchung werden dagegen nur 100 Zellen ausgezählt, jedoch individuell anhand ihrer Morphologie und Färbeeigenschaften bewertet.

Für die hämatologische Basisdiagnostik kommt eine der modernsten vollautomatischen "Hämatologie-Straßen" zum Einsatz: An drei Vollautomaten werden parallel kleine Blutbilder bestimmt. Pathologische oder anderweitig auffällige Ergebnisse werden bei Bedarf an einem unabhängigen System erneut gemessen und auf Plausibilität geprüft. Die Bestimmung des großen bzw. des Differenzialblutbildes erfolgt ebenfalls an diesem in die Straße integrierten System, genau wie die Bestimmung der Retikulozytenzahl und der Hämoglobinkonzentration im Retikulozyten. Hochpathologische Ergebnisse werden im nächsten Schritt mikroskopisch beurteilt. Hierzu wird innerhalb der "Hämatologie-Straße" mittels eines standardisierten Verfahrens selbsttätig ein Ausstrich auf einem Objektträger angefertigt. Die mikroskopische Beurteilung erfolgt, indem die Zellen des Ausstrichs von einer LCD-Kamera fotografiert und auf einem Bildschirm hoch aufgelöst dargestellt werden. Im Gegensatz zur klassischen Mikroskopie hat dieses Vorgehen den Vorteil der größtmöglichen Standardisierung und erlaubt daher die höchste Präzision bei der Beurteilung auffälliger Zellen.

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Hämoglobin und Erythrozyten

Die Hämoglobinkonzentration ist, gemeinsam mit dem Hämatokrit, ein Maß für die Sauerstoffversorgung peripherer Gewebe. Die Hämoglobinkonzentration stellt einen wichtigen Parameter für die Verlaufsbeurteilung von Anämien, die Beurteilung von Blutverlusten und die Steuerung der therapeutischen Substitution mit Erythrozytenkonzentraten dar.

Im modernen durchfl​usszytometrischen Hämatologieautomaten erfolgt sowohl die Zählung der Erythrozyten als auch die Bestimmung der erythrozytären Form sowie Färbe- oder Verteilungsparameter. Zusätzlich wird der Hämatokrit als zellulärer Volumenanteil des Blutes rechnerisch ermittelt. Die Kenntnis dieser Parameter erlaubt die differenzialdiagnostische Einordnung von Anämien. Die Erythrozytenkonzentration und der Hämatokrit erlauben darüber hinaus die Diagnose der Polyglobulie und sind für die Beurteilung der Hydratation und der rheologischen Eigenschaften des Blutes wichtige Messgrößen.

* Hämatokrit: Prozentualer Anteil der roten Zellmasse am Volumen des Blutes
* NCV: Mittleres Volumen der Erythrozyten
* MCH: Mittlerer Hämoglobingehalt der Erythrozyten
* MCHC: Mittlere intrazelluläre Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten
* RDW: Streubreite des Volumens als Maß der Anisozytose der Erythrozyten

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Hämostaseologie

Bei den hämostaseologischen Basisuntersuchungen handelt es sich in der Regel um echte Funktionstests. Citratplasma wird durch Zusatz bestimmter Proteine und Calcium zur Gerinnung gebracht. Die Zeit bis zur Entstehung des ersten Gerinnsels wird gemessen. Je nach zugesetzten Reagenzien ist auf diese Weise eine Aussage über die Funktion des extrinsischen oder des intrinsischen Gerinnungssystems oder der gemeinsamen Endstrecke möglich. Die Messung erfolgt im Gegensatz zu früheren Systemen rein optisch. Das heißt, es wird die durch Fibringerinnsel entstehende Trübung des Reaktionsansatzes gemessen. Das Zeitintervall bis zum Unterschreiten einer bestimmten optischen Durchlässigkeit wird direkt in Sekunden (z. B. aPTT) oder in % eines Standards (z.B. Quick) angegeben. Für die Bestimmung von Interferenzplasmen bedingt durch freies Hämoglobin, Bilirubin oder Triglyceride stehen eine alternative Messwellenlänge bzw. eine mechanische Meßmethode zur Verfügung.

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HbA1

Die Langzeitkontrolle der Diabetes-Einstellung erfolgt durch die Bestimmung des glykierten Hämoglobins, des HbA1. Dessen Anteil ist umso höher, je höher die Glucosekonzentration im Serum während der vorausgegangenen Wochen war. Die Bestimmung erfolgt mit einer HPLC-Methode, die nach internationalen Standards kalibriert wird, um eine bestmögliche Standardisierung zu erreichen.

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Hygiene

Wir führen alle für die Praxis- und Krankenhaushygiene relevanten Untersuchungen durch. Gerne beraten wir Sie auch vor Ort.

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Infektionserkrankungen

Wir führen in der Abteilung Infektionsserologie alle serologischen Untersuchungen zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Infektionserkrankungen durch. Die zentrale Methode zu deren Nachweis ist die immunologische Detektionsreaktion zum direkten Nachweis von Erregerantigenen (Ag) oder zum indirekten Nachweis von Antikörpern (Ak) gegen Erregerantigene mittels markierter Antikörper. Anhand dieser "Markierung" (Fluoreszenz, Lumineszenz, enzymatische Farbreaktion, Radioaktivität) ist es möglich, das Ergebnis zu quantitfizieren. Positive Ergebnisse werden über Bestätigungsanalysen im Immunoblot abgesichert.

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Infektiöse ZNS-Symptomatik

Liquor steht für die Diagnostik nicht unbegrenzt zur Verfügung. Insofern ist eine gezielte Diagnostik unter Berücksichtigung der Anamnese und klinischen Begleitsymptomatik unabdingbar. Trotzdem sollte auf Basisparameter (Zellzahl und Zelldifferenzierung, Glukose, Proteindiagnostik, Grampräparat) nie verzichtet werden. Die serologische Liquordiagnostik erfordert stets die parallele Untersuchung von Serum und Liquor.

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Klinische Chemie

Zu den Untersuchungen innerhalb des Bereichs "Klinische Chemie" gehören die Bestimmung von Enzymen und Substraten, der Elektrolyte und einiger Proteine. Aufgrund des hohen Probenaufkommens und der großen Zahl unterschiedlicher Analysen sind dazu hochkomplex arbeitende Großanalysatoren erforderlich. Innerhalb kürzester Zeit und mit geringem Probenvolumen können hier eine große Zahl verschiedener Analysen durchgeführt werden. In der Regel handelt es sich um Reaktionsketten, innerhalb derer bestimmte Substrate so umgesetzt werden, dass am Ende eine Farbstoffreaktion steht. Die Konzentration des entstehenden Farbstoffs erlaubt einen Rückschluss auf die Ausgangskonzentration des jeweiligen Substrates oder Proteins bzw. die Aktivität des entsprechenden Enzyms. Elektrolyte werden direkt mit ionenspezifischen Elektroden gemessen. In allen Fällen gilt, dass hochpathologische oder medizinisch nicht plausible Messergebnisse durch eine Wiederholungsmessung kontrolliert werden.

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Liquordiagnostik

Zum Nachweis eines Liquorabflusses nach außen ist es erforderlich, Liquor als solchen zu erkennen und von anderen Flüssigkeiten, insbesondere Nasensekret, zu unterscheiden. Am besten gelingt dies durch den Nachweis von β2-Transferrin in der fraglichen Flüssigkeit. β2-Transferrin ist im Liquor nachweisbar, nicht jedoch in anderen Flüssigkeiten wie Nasen- oder Wundsekret, Tränenflüssigkeit oder Speichel. Die Bestimmung der Gesamteiweiß- und Glukosekonzentrationen sind aufgrund geringer Trennschärfe demgegenüber unzuverlässiger. Lediglich eine Glukosekonzentration über 30 mg/dL (1,7 mmol/L) ist beweisend für Liquor.

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Medikamentenspiegel / TDM

Bestimmung von Medikamenten (und Vitaminen) im menschlichen Blut Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim - besser bekannt als Paracelsus - legte Anfang des 16. Jahrhunderts den Grundstein für die moderne Arzneimittellehre. Sein berühmter Satz: "All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist." bedeutet, dass jede Substanz der Gesundheit zu schaden vermag und die Wirkung nur eine Frage der Dosis ist. In der richtigen Dosis können viele Substanzen Krankheiten heilen.

Da die gleiche Dosis eines Medikaments von verschiedenen Menschen unterschiedlich verstoffwechselt wird*, ist es notwendig, die Medikamentenkonzentration im Blut zu bestimmen, um die Therapie auf die optimale Wirkkonzentration einstellen zu können. Diese Form der Therapiekontrolle wird therapeutic drug monitoring oder therapeutisches Drogenmonitoring (TDM) genannt.

Der Konzentrationsbereich, in dem ein Medikament seine optimale Wirkung entfaltet, wird therapeutisches Fenster genannt. Unterhalb und oberhalb dieser Konzentration ist das Ansprechen geringer, oberhalb dieses Konzentrationsbereiches können toxische Wirkungen auftreten. Tox Tabelle

Das TDM dient der Verbesserung der Therapiewirksamkeit, der Kontrolle der Compliance und vermindert das Risiko des Auftretens von Nebenwirkungen durch toxische Konzentrationen. Die Blutentnahme für das TDM sollte in der Regel im steady state, am Morgen (Talspiegel) vor der nächsten Medikamentengabe erfolgen.

Indikationen für ein TDM

* Erreicht die applizierte Dosis das therapeutische Fenster?
* Verdacht auf Nichteinnahme der verordneten Medikamente
* Ausgeprägte Nebenwirkungen trotz klinisch üblicher Dosis
* Kein oder ungenügendes Ansprechen trotz klinisch üblicher Dosis
* Verdacht auf Arzneimittelinteraktionen
* Verlaufskontrolle

Welche Medikamente müssen überwacht werden?
Immunsuppressiva (Unterdrücken das Immunsystem, z.B. nach Organtransplantation)
Wirkstoffe: z.B. Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus, Everolimus, Mycophenolsäure

Antiepileptika (Mittel gegen Epilepsie)
Wirkstoffe: z.B. Carbamazepin, Lamotrigin, Primidon, Topiramat, Levetiracetam)

Antiarrhythmika (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen)
Wirkstoffe: z.B. Amiodaron, Flecainid, Chinidin, Propafenon)

Psychopharmaka (Mittel, z.B. gegen Depressionen)
Wirkstoffe: z.B. Clozapin, Olanzapin, Quetiapin, Risperidon)

*Die Blutspiegel von Psychopharmaka können nach Gabe identischer Dosen um den Faktor 30 variieren.

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Mikrobiologie (Bakteriologie, Mykologie, Parasitologie, Virologie)

In der Abteilung Mikrobiologie werden bakteriologische, virologische, mykologische und parasitologische Untersuchungen in einem breiten Spektrum von Matrices durchgeführt (Abstriche, Punktate, Sputum, Bronchiallavage, Liquor, Blut, Urin, Stuhl). Die verschiedenen Materialien werden nach festgelegten Protokollen verarbeitet, die vor allem das zu erwartende Erregerspektrum berücksichtigen. Liegen potenziell pathogene Bakterien vor, wird in der Regel auch deren Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika geprüft.

In der Mykologie wird auf Hefepilze, Dermatophyten und Schimmelpilze untersucht, z.B. in Hautschuppen, Zehennägeln und diversen anderen Materialien. Die Parasitologie beinhaltet z. B. die Untersuchung auf Würmer, Wurmeier, Amöben und Lamblien in Stuhlproben.

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Molekularbiologische Erregerdiagnostik

In der Infektionsdiagnostik repräsentieren molekularbiologische Techniken (PCR, qPCR, RT-PCR) derzeit die schnellste und sensitivste Methodik zum Direktnachweis pathogener Mikroorganismen (Bakterien, Pilze und Parasiten) und infektiöser Agenzien (Viren) bei entsprechender Indikation.
Die Polymerasekettenreaktion (PCR) ermöglicht die exponentielle Vervielfältigung definierter DNA-und RNA-Sequenzen und damit den Nachweis sehr geringer Mengen von Erreger-Nukleinsäuren in verschiedensten Probenmaterialien.

Die PCR ist insbesondere geeignet für den Nachweis von Infektionserregern,
• die schwierig, langsam oder gar nicht kultivierbar sind,
• in der akuten Phase einer infektiösen Erkrankung, insbesondere bevor Antikörper nachweisbar sind,
• bei immunsupprimierten Patienten, die nur eine geringe bzw. keine Antikörperantwort generieren können (z.B. im Rahmen einer HIV-Infektion, vor/nach Transplantation oder im 
  Rahmen einer zytostatischen Chemotherapie)
• zur Therapiekontrolle bei Virusinfektionen (z.B. HIV, HBV)
• zur Bestimmung von Resistenzen

Aufgrund der hohen Sensitivität der PCR wird diese in einer Spezialabteilung durchgeführt, die getrennte Räume für jeden Teilschritt des Arbeitsablaufes aufweist.
Eine ständige Aktualisierung der Techniken mit eigener Methodenentwicklung betrachten wir als willkommene Herausforderung, um flexibel und schnell auf diagnostische Fragestellungen zu reagieren. Ebenso sehen wir die Beratung klinisch tätiger Kollegen bezüglich Differentialdiagnostik und anzuwendender diagnostischer Verfahren sowie Therapien als unsere Aufgabe an.

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Molekulargenetik

Bei Erbkrankheiten vorkommende Punktmutationen (z.B. bei Hämochromatose) können mittels direkter Sequenzierung nachgewiesen werden. Dabei wird die genaue Reihenfolge der DNA-Bausteine bestimmt und Mutationen durch den Vergleich mit Sequenzen in einer Gen-Datenbank festgestellt. Auch Mehrfachmutationen innerhalb eines Gens (z. B. bei cystischer Fibrose) oder Gendeletionen (z.B. bei Glutathion-S-Transferasen) lassen sich mit dieser Methode nachweisen.

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Pathologie

Wurde in der Vergangenheit der Begriff Pathologie vielfach und ausschließlich mit Obduktion/Leichenschau in Verbindung gebracht, so ist der Pathologe heute vor allem Ratgeber bei der Beurteilung von Gewebeteilen im Rahmen von Behandlungsmaßnahmen. Eine besondere Bedeutung hat die Begutachtung von Schnellschnitten intra operationem. Hierbei gibt der Pathologe Auskunft über die Dignität einer Gewebeprobe und die Ausprägung eventueller Malignitätskriterien eines entnommenen Gewebeverbands. Dem Chirurgen werden dadurch - noch während der Patient in der Narkose liegt - entscheidende Hinweise gegeben, ob die Operation ausgedehnt werden muss oder nicht. Das klinische Gesamtbild, welches die behandelnden Therapeuten vor Augen haben, wird dadurch um ein wesentliches prognostisches Kriterium erweitert. Daraus leiten die Therapeuten den individuellen Behandlungsplan ab.


Ihre Ansprechpartnerin für Histologie und Pathologie ist
Frau Angelika Thurn, Fachärztin für Pathologie.
LADR GmbH MVZ Dr. Kramer und Kollegen
Lauenburger Straße 67
21502 Geesthacht
04152 803-0

Pathologie

Wir bieten Ihnen:
- Histologische Begutachtung aller Gewebe
- Immunhistochemische Diagnostik an mehr als 60 Parametern
- Zusammenarbeit mit qualifizierten Konsiliarpartnern
- Sektionsdiagnostik

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Toxikologie / Drogenanalytik

Das Drogenscreening erfolgt in drei Schritten. Zunächst wird die Urinprobe auf Probenmanipulation untersucht. Dann wird eine hinweisgebende Untersuchung durchgeführt, das so genannte Screening. Diese Untersuchung erfolgt mittels Enzymimmunoassay (EIA) oder chromatographisch. Im Falle eines positiven Screeningtests wird eine Bestätigungsanalyse mit einer zweiten, unabhängigen Methode durchgeführt, um das Ergebnis des Screeningtests zu überprüfen und die Gefahr falsch positiver Befunde zu minimieren.

Untersuchung auf Probenmanipulation

Ein wichtiger Aspekt in der toxikologischen Analytik ist die Probensicherheit. Dabei kommt der Aufdeckung von Probenmanipulationen (z.B. Zugabe exogener Substanzen, Aufnahme hoher Flüssigkeitsmengen) immer größere Bedeutung zu. Aus diesem Grund geben wir auf dem Befund sehr ausführlich wichtige Parameter an, die eine Verfälschung der Urinprobe anzeigen können:

* Kreatinin
* pH-Wert
* Nitrit, Chromate, Bleichmittel
* Enzymreaktion
* Geruch, Färbung Glutaraldehyd etc.

Screening mittels Enzymimmunoassays

Die wichtigsten Drogen und Medikamente können schnell und mit hoher Empfindlichkeit mittels Enzymimmunoassays (EIA) in Urinproben nachgewiesen werden. Im Vergleich mit Teststreifen (Stics) sind Enzymimmunoassays um den Faktor 2 - 6 (je nach Parameter) empfindlicher. Ablesefehler - bei Teststreifen eine häufige Fehlerquelle bei schwach positiven Befunden - sind bei der automatisierten photometrischen Messung nahezu ausgeschlossen. Im Gegensatz zu Teststreifen liefern Enzymimmunoassays quantitative Ergebnisse und unterliegen im Labor einer ständigen Qualitätskontrolle. Weitere Tests auf Nitrit, pH-Wert, Kreatinin, Enzymreaktion etc. können parallel durchgeführt werden, wenn sie von Ihnen angefordert werden.

Chromatographisches Screening

Im chromatographischen Screening mittels Dünnschichtchromatographie (DC) können viele Drogen und Medikamente in toxisch und therapeutisch relevanten Konzentrationen in Urinproben nachgewiesen werden. Mit dieser Technik lassen sich schnell und kostengünstig mehrere hundert Substanzen nachweisen. Die Dünnschichtchromatographie ist eine gute Ergänzung zu den Enzymimmunoassays, die nur ein definiertes Substanzspektrum abdecken. Einige der im dünnschichtchromatographischen Screening detektierbaren Substanzen sind für den Nachweis eines Beikonsums von Bedeutung, da sie den Metabolismus des Methadons beeinflussen können. Für eine optimierte Analysesteuerung, und um im Befund gezielt auf Ihre Frage eingehen zu können, bitten wir Sie, Ihre Anforderung möglichst präzise z.B. auf dem "Laborauftrag Drogen" (Art.-Nr.: 111531) zu vermerken.

Bestätigungsanalysen / Differenzierung

Fachgesellschaften und Testhersteller empfehlen, positive Ergebnisse im Enzymimmunoassay mit einer zweiten Methode zu bestätigen und ggf. zu differenzieren. Die Bestätigungsanalyse wird mit einer unabhängigen Methode durchgeführt, um das Ergebnis des Screeningtests zu überprüfen und die Gefahr falsch positiver Befunde zu minimieren, die auf Kreuzreaktionen im Enzymimmunoassay zurückzuführen sind. Insbesondere sollten Befunde, aus denen soziale oder juristische Konsequenzen resultieren, durch eine entsprechende Analytik abgesichert werden. Bei Gruppentests auf Opiate, Benzodiazepine oder Amphetamine kann nur anhand der Differenzierung mit einer zweiten, unabhängigen Methode unterschieden werden, ob z.B. der positive Opiat-Befund auf einen Heroinmissbrauch oder eine Codeineinnahme zurückzuführen ist. Die Benzodiazepine sollten semiquantitativ als Einzelanalyte bestimmt werden, um zwischen Flunitrazepam- oder Diazepammissbrauch unterscheiden zu können. Liegt z.B. ein positiver Screeningbefund für Kokain vor, so kann die Bestätigungsanalyse bzw. Differenzierungsanalyse zwischen möglichen Konsumformen unterscheiden helfen: nasal als Kokain oder inhalativ als Crack.

Mehr Informationen:

Toxikologie / Dopinganalytik

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Tumormarker

Als Tumormarker werden Bestandteile der Turmorzelle oder Stoffwechselprodukte des malignen Wachstums bezeichnet. Diese können im Tumorgewebe und nach Freisetzung in den Blutkreislauf im Serum oder anderen Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden. Tumormarker weisen unterschiedliche Organ- und Tumorspezifitäten auf. Unspezifische Tumormarker sind solche, die bei Tumoren unterschiedlicher Lokalisation und Entität in erhöhter Konzentration nachgewiesen werden können, aber auch bei benignen Erkrankungen gefunden werden, z.B.: carcinoembryonales Antigen (CEA). Tumormarker mit hoher Spezifität sind dagegen Calcitonin, Thyreoglobulin (TG) und prostataspezifisches Antigen (PSA). Tumormarker sind in der Regel nicht zur Primärdiagnostik geeignet, allerdings haben sie bei der Früherkennung maligner Tumore in Risikogruppen einen festen Stellenwert erlangt, z.B.:

* AFP und β-hCG bei Verdacht auf Keimzelltumoren
* AFP bei Patienten mit Leberzirrhose (Leberzellkarzinom)
* PSA bei Männern über 50 Jahre (Prostatakarzinom)
* Calcitonin bei familiärem Vorkommen des medullären Schilddrüsenkarzinoms

In bestimmten Fällen ist es möglich, Marker zur Differenzialdiagnose, Lokalisation oder zur Prognosebeurteilung heranzuziehen. Beispiele:

* Differenzialdiagnose
* Calcitonin zur Abgrenzung zwischen benignen und malignen Veränderungen der Schilddrüse
* Lokalisation
* Katecholamine beim Phäochromozytom
* Prognosebeurteilung
* CYFRA 21-1 beim Bronchialkarzinom
* CEA beim Kolon-Rektum-Karzinom
* CA 125 beim Ovarialkarzinom

Tumormarker sind bei malignen Erkrankungen nicht immer erhöht nachweisbar. Erhöhte Werte werden oft erst im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium gefunden. Desweiteren kann die Konzentration von Tumormarkern im Serum auch bei zahlreichen benignen Erkrankungen erhöht sein, das heißt, die Spezifität ist häufig nicht befriedigend. Leichte Erhöhungen treten bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen oder anderen Ursachen, wie Rauchen (CEA) oder Alkoholabusus (CA 125) auf.

Malignombedingte Erhöhungen steigen im Krankheitsverlauf exponentiell an, während Markerwerte bei benignen Erkrankungen mit dem Krankheitsverlauf fluktuieren oder auf konstantem Niveau (Raucher) bleiben, so dass die Verlaufsbeobachtung häufig eine Abgrenzung erlaubt. Die wichtigste Bedeutung der Tumormarker liegt in der Therapie- und Verlaufskontrolle bei Tumoren mit prätherapeutisch pathologischen Werten und in der Früherkennung von Metastasierung und/oder Rezidiven. Vor Beginn der Behandlung (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) empfiehlt es sich, für das jeweilige Malignom geeignete Marker (siehe Tabelle auf der nächsten Doppelseite) zu bestimmen. Diese Untersuchungen dienen als Ausgangswert der Kontrollen.

Tumormarkerwerte, die mit verschiedenen Untersuchungsmethoden erstellt wurden, sind häufig nicht vergleichbar!