Fachbereiche LADR GmbH MVZ Baden-Baden

Fachärzt​liche Labormedizin mit höchster Qualität

Endokrinologie

Die Endokrinologie befasst sich mit der Diagnostik von Hormonstörungen. Neben der eigentlichen Hormonbestimmung setzt dies auch die Kenntnis der verschiedenen Regelkreise voraus, nach denen die einzelnen Hormonsysteme gesteuert werden. Untersuchungen von verschiedenen Hormonspiegeln können Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen der Hormondrüsen selbst oder ihrer Zielorgane geben. In unserem Labor werden alle Hormonbefunde ausführlich medizinisch beurteilt, falls erforderlich oder bei entsprechenden Fragestellungen machen wir auch Vorschläge zur weiteren Diagnostik und Therapie. Zu den häufigsten Fragestellungen gehören Erkrankungen der Schilddrüse (Über- oder Unterfunktion / Autoimmunerkrankungen), Abklärung von Fertilitätsstörungen, Wechseljahrbeschwerden und Nebennierenrindenfunktion. Hierzu wird ein breites Spektrum der betreffenden Hormone bestimmt (fT3, fT4, TSH, Estradiol, Testosteron, Prolaktin, LH, FSH, DHEAS, Cortisol u. a.). 

Hämatologie / Gerinnung

In der Hämatologie werden die kleinen und großen Blutbilder als wichtiger Teil der Basisdiagnostik bestimmt. In manchen Fällen ist die maschinelle Messung der Blutbilder nicht ausreichend und es müssen Blutausstriche unter dem Mikroskop differenziert und beurteilt werden. Die Analyse von Gelenkpunktaten wird  ebenfalls in dieser Abteilung durchgeführt. Zum Untersuchungsspektrum gehört ferner die Untersuchung auf Malaria (Blutausstrich, Dicker Tropfen, Antigennachweis) und auf andere Parasiten im Blut. Außerdem erfolgt hier die Messung des HBA1c, einem wichtigen Indikator der Blutzuckereinstellung. In der Gerinnung werden die sog. Globalteste durchgeführt, die Hinweis geben können auf eine erhöhte Blutungsgefährdung (Quick, PTT, Thrombinzeit, Fibrinogen). Die Bestimmung von Antithrombin ist bedeutsam bei der Klärung eines evtl. erhöhten Thromboserisikos, während der sog. D-Dimer-Test bei einem positiven Ergebnis bereits eine Thrombose anzeigen kann. 

Hygieneuntersuchungen, Wasser, Umweltanalytik

Die Umweltanalytik dient der Ermittlung umweltschädlicher Einflüsse auch im Rahmen arbeitsmedizinischer Untersuchungen. Im Gebiet der Hygiene werden Untersuchungen von Abklatschmaterialien, Abstrichen, Raumluftproben und Bioindikatoren zur Überwachung von Sterilisatoren, Waschmaschinen und sonstigen medizinischen Geräten (z. B. Endoskopen) eingesetzt. Wasseruntersuchungen nach der aktuell geltenden Trinkwasserverordnung sowie die  Untersuchung von Schwimm- und Badebeckenwasser nach DIN 19643 gehören ebenfalls zu diesem Arbeitsbereich.

Immunologie / Serologie

In der Immunologie / Serologie werden Antikörper gegen eine Vielzahl von ­Infektionserregern und Autoantikörper bei rheumatologischen Erkrankungen nachgewiesen. Auch für die ­Blutgruppenserologie sowie die Bestimmung zahlreicher Hormone und Tumormarker werden immunologische Verfahren eingesetzt. Das Spektrum der Untersuchungstechniken reicht dabei von klassischen Immunfluoreszenztests, die manuell durchgeführt und einzeln am Mikroskop abgelesen werden, bis hin zu modernsten automatisierten Hochdurchsatzverfahren.

Laborgemeinschaft / Klin. Chemie

In der Laborgemeinschaft werden die wichtigen Laborbasisuntersuchungen (z.B. Blutzucker, Blutfette, Leberenzyme, Elektrolyte u. a.) durchgeführt. Die heutige moderne Technologie der Laborgeräte ermöglicht eine schnelle und präzise Analytik, die zumeist mit sehr wenig Probenmaterial auskommt. In der speziellen klinischen Chemie werden verschiedene Untersuchungen, wie Immunfixation, Lipidelektrophorese, SDS-Elektrophorese durchgeführt, neben weiteren speziellen Analysen wie Met-Hb, Laktat, Fruktose, Citrat, Ammoniak u.a. 

Mikrobiologie und Hygiene

In unserer Abteilung Mikrobiologie und Hygiene werden bakterielle, virale und parasitäre Krankheitserreger nachgewiesen. Erregeridentifkation und Empfindlichkeitstestung (Antibiogramm) werden dabei größtenteils autmatisiert mit ­modernen Geräten durchgeführt. Für die Kultur der Infektionserreger und die Beurteilung der Befunde sind jedoch weiterhin viel Handarbeit und langjährige Erfahrung notwendig. Neben der klassischen Infektionsdiagnostik werden auch Wasser- und Hygieneproben bearbeitet. Durch eine schnelle Erregeridentifikation und Resitenztestung wird die Grundlage für eine gezielte und optimierte Antibiotkatherapie geschaffen. Unsere Fachärzte in der Mikrobiologie stehen Ihnen gerne für eine individuelle Beratung zur Verfügung.

Toxikologie, Drogen, Medikamente

Häufig eingenommene Drogen, wie z.B. Cannabis, Benzodiazepine, Amphetamine oder Opiate können mittels eines Suchtests gut im Urin erfasst werden. Allerdings sind neben unspezifischen auch Kreuzreaktionen mit anderen Substanzen möglich, sodass im Zweifelsfall ein Bestätigungstest erforderlich wird. Die Bestimmung von Medikamentenspiegeln (therapeutisches Drug-Monitoring) kann bei der Dosisermittlung oder zur Vermeidung einer Überdosierung hilfreich sein. Häufig bestimmte Medikamentenspiegel sind z.B. verschiedene Antiepileptika, Glykoside, Lithium oder auch Immunsuppressiva wie Cyclosporin. 

Tumormarker

Tumormarker sind Substanzen, die bei Tumorerkrankungen im Blut oder in anderen Körperflüssigkeiten erhöht sein können. Aufgrund ihrer geringen Spezifität und Sensitivität sind sie in der Regel nicht zum "Krebs-Screening" geeignet. Eine Ausnahme von dieser Regel stellt das PSA beim Prostata-Karzinom dar. Tumormarker sind in den meisten Fällen nicht organspezifisch und auch nicht krebsspezifisch, und viele gutartige Erkrankungen können bis zu einem gewissen Grad zu erhöhten Werten eines Tumormarkers führen. In der Regel werden deshalb erst nach Feststellung einer Tumorerkrankung aber vor Therapiebeginn die infrage kommenden Marker untersucht. Bei erhöhtem Ausgangswert ist eine Therapieüberwachung bzw. die Erkennung von Rezidiven durch weitere Kontrolle dieser Marker möglich. Die am häufigsten bestimmten Tumormarker sind PSA, CEA (kolorektales Karzinom) und CA 15-3 (Mammakarzinom), neben AFP, CA 125, CA 19-9, SCC u. a. 

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